De Parabell vam vorlorn Szohn

Mittelniederdeutsches Reformationsdrama von Burkard Waldis
Szenische Lesung durch das Niederdeutsche Theater Braunschweig e.V.


Autor:
Der 1490 in Hessen geborene Burkard Waldis wurde 1522 Franziskaner-Mönch in Riga. Während einer Haft konvertierte er 1524 in Riga zum Protestantismus, und heiratete später. Nach einigen Reisen und zweimaliger Haft studierte er ab 1541 Theologie und wurde schließlich Pfarrer. Das Fastnachtsspiel Die Parabel vom verlorenen Sohn, das 1527 in Riga aufgeführt wurde, gehört zu den frühesten und bedeutendsten Leistungen des Reformationsdramas.  Waldis' wichtigstes Werk war die umfangreiche Fabelsammlung Esopus. Ganz neugemacht und in Reime gefaßt, die 1548 erschien und große Wirkung auf zeitgenössische Dichter und Schriftsteller der Frühaufklärung hatte.
(nach wikipedia)

Inhalt:
Die Parabel vom verlorenen Sohn ist eines der berühmtesten christlichen Gleichnisse überhaupt - der jüngere Sohn, der sein Erbe auszahlen lässt und dann verprasst, in Armut fällt und von seinem Vater zum Zorn des rechtschaffenen älteren Bruders wieder mit Ehren zuhause empfangen wird. Die theatralische Umsetzung von Waldis ist effektvoll mit vielen deutlich gezeichneten Personen, immer wieder unterbrochen aber durch Monolog-Partien, in den teils äußerst scharfe Angriffe gegen die katholische Kirche und den Papst durchgeführt werden.

Sprache:
Waldis' mittelniederdeutsche Sprachvariante ist behutsam aktualisiert worden, sodass zwar ihre Eigenarten erhalten bleiben, aber die Sprache für ein norddeutsches Publikum im 21. Jahrhundert dennoch verständlich bleibt.

Termine und Informationen:
Freitag, 17.11.2017, 20:00 Uhr
Ort: Das KULT
Veranstalter: Niederdeutsches Theater Braunschweig e.V., c/o Dr. Alexander Börger, An der Schule 32, 38165 Lehre-Flechtorf
Vorverkauf/Info: Das Kult, Hamburger Str, 273, Eingang C2, 38114 Braunschweig

Eintritt: 10 EUR, 5 EUR ermäßigt